Von Fachwerk bis Jugendstil

Altstädte

 

 

Ja, natürlich ist die imposanteste Fachwerkstadt der Gegend das allseits bekannte und IM Wesertal gelegene Hann. Münden. Wenn du Orte mit Häusern aus Holz und Lehm angucken willst, führt kein Weg an dieser wirklich beeindruckenden Stadt vorbei. Da brauche ich dir nicht viel zu erzählen – außer vielleicht, dass es sich durchaus lohnt, die Fußgängerzone auch mal zu verlassen. Da gibt es eine Menge prächtiger Häuser aus anderen Stilepochen zu entdecken.

Weißt du übrigens, dass Hann. Münden eigentlich Hannoversch Münden heißt? Nein? Kein Wunder – selbst auf dem Ortsschild an der Stadtgrenze steht "Hann. Münden". In sämtlichen Verkehrsnachrichten spricht man von "Hann. Münden" (haben mir Einheimische erzählt, die ich darauf angekrächzt habe). Sämtliche Verkehrsschilder, die ich mir daraufhin angeschaut habe, schrieben "Hann. Münden". Eine Landkarte war ganz sparsam und notierte sogar nur "Münden". Ich bin gespannt, wann die Stadt offiziell umbenannt wird.

So, aber jetzt kannst du in Ruhe die beeindruckende Kulisse der Stadt anschauen:

 

 

 

 

Ein echtes unbekanntes Kleinod hingegen ist Einbeck. Ich landete dort, weil ich auf meinem kleinen Rundflug über dem Solling eine Pause brauchte und sowieso noch etwas Zeit zu vertreiben hatte. Also steuerte ich Einbeck an. Ich wusste zwar, dass es im Kern einige Fachwerkhäuser zu bieten hatte. Aber "einige" ist ja bekanntlich ein dehnbarer Begriff und sagt vor allen Dingen nichts über die Güte aus. Also begann ich ohne allzu große Erwartungen, die Altstadt zu durchstreifen.

 

 

Fotostory

Klicke die Fotos der Reihe nach an, dann erfährst zu meine Erlebnisse in Einbeck.

 

 

Gänzlich fassungslos war ich in Hameln. "Eine der schönsten Städte Deutschlands" stand im Reisebuch. 'Dafür ist es aber gar nicht so bekannt. Jedenfalls nicht so wie Rothenburg oder so', dachte ich. Aber allein die Größe der Hamelner Altstadt! Ich flatterte so lange darin herum, bis ich nicht mehr konnte, und hatte immer noch nicht alle Gassen gesehen! Viele Häuser sind riesig. Aber das Spannendste ist: Sie stammen aus gaaaaaanz vielen verschiedenen Zeitepochen. Ein klassizistischer Bau steht direkt zwischen einem Fachwerkhaus und einem romanischen Gebäude. Sie sind so unterschiedlich wie Paradiesvögel und passen doch zusammen, weil sie alle alt und prächtig und schmuck sind. Diese Stadt muss unfassbar reich gewesen sein! Ich flatterte und flatterte und konnte mich nicht sattsehen.

 

 

 

 

"Ernesto, warst du auch in Höxter?", wirst du vielleicht fragen. "Da muss man doch auch hin." Ja, war ich, aber es hat mich nicht so beeindruckt wie Hannoversch Münden, Einbeck oder Hameln. Einzelne tolle Häuser stehen da tatsächlich rum. Aber Höxter hat kein so überwältigend geschlossenes Gesamtbild abgegeben. Lieblose neue Häuser und der Autoverkehr störten mich.

 

 


Infos:

Im Weserbergland war ich im Mai 2020.