Die reinste Forschungsexpedition!

Gütersloher Schweiz

 

Boah, war das spannend! Die Gütersloher Schweiz ist nämlich ganz schön schwierig zu verorten, sag´ ich euch, schließlich gibt es sie heute nicht mehr. Denn auch wenn die Nazis bei vielem, was sie von der Landkarte tilgen wollten, letztendlich doch gescheitert sind, bei der Gütersloher Schweiz ist ihnen das gründlich gelungen. Aber um diese Geschichte im Detail herauszubekommen, brauchte ich meine ganzen Sprachkenntnisse, die ich als Schulrabe* gesammelt habe, denn oftmals ergaben die Texte, die ich gelesen habe, keine eindeutige Interpretation.

 

 

 

 

Also: Die Gütersloher Schweiz war eine eiszeitliche Sanddüne, die sich höhenmäßig vom flachen Gelände der Stadt abhob. Doch in den 1930er-Jahren suchten sich die Nazis genau diese Stelle für den Bau eines Flughafens aus und die Düne musste abgetragen werden. Somit war die Landschaftsbezeichnung passé. Den anfallenden Sand haben sie übrigens gleich für den Bau der nahen Reichsautobahn (die heutige A2) genutzt.

 

 

Immerhin findet sich stellenweise noch Sandboden mit entsprechendem Bewuchs.
Immerhin findet sich stellenweise noch Sandboden mit entsprechendem Bewuchs.

 

 

Passend dazu befindet sich in unmittelbarer Nähe ein ziemlich waldiger Friedhof und im Angedenken an die "verstorbene" Gütersloher Schweiz habe ich dort eine Flugrunde gedreht.

 

 

 

 

Insofern muss ich ja unverblümt sagen, dass dieser Landstrich nicht allzu sehenswert ist. Aber ein paar merkenswerte Ansichten habe ich doch entdeckt.

 

 


Infos: 

* Einige von euch wissen es ja: Bevor ich auf Reisen ging, war ich viele Jahre lang Schulrabe.

 

In der Gütersloher Schweiz war ich im Juli 2026.